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Volvo liefert Expertenwissen für die Entwicklung einer Karosserie-Batterie
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Volvo liefert Expertenwissen für die Entwicklung einer Karosserie-Batterie

Das Londoner Imperial College entwickelt seit Anfang des Jahres einen Werkstoffverbund, der als Karosserie-integrierte Batterie dienen kann. Bei dem Forschungsprojekt hat auch Volvo seine Finger im Spiel und stellt Expertenwissen zur Verfügung. So soll die Batterie funktionieren:

Die Aufgabe, die sich die Forscher stellten: „Entwickeln Sie einen Werkstoff, der leicht, aber auch stabil genug ist, um als Karosserie-Bauteil funktionieren zu können, aber der auch elektrische Energie speichern und abgeben kann.“

Das Resultat ist ein Verbundstoff, den sich das Imperial College hat patentieren lassen. Er soll 15 Prozent leichter als Karosseriestahl sein und Strom schneller und dichter speichern können als herkömmliche Batterien. Weiterhin soll eine Batterie aus dem Material nicht in ihrer Haltbarkeit nachlassen, da keine chemischen Prozesse beim Aufladen involviert sind. Doch ist er alltagstauglich? – Diese Frage soll wohl nun der schwedische Autohersteller Volvo helfen zu beantworten. Für das Material werden vor allem Türen, das Dach und Teile der Innenausstattung anvisiert. Volvo testet nun, ob sich die Lagerwanne für das Ersatzrad als Stromspeicher eignet. „Unsere Rolle besteht darin, Expertenwissen beizusteuern, wenn es darum geht wie die Technologie in Zukunft eingesetzt werden kann, außerdem Ideen im Bereich Kosteneffizienz und Benutzerfreundlichkeit einzubringen“, erklärt Per-Ivar Sellergren, Ingenieur in der Materialforschungs-Abteilung des Autoherstellers.

Doch nicht nur für Automobilkarosserien sollen als Stromspeicher dienen. Auch Handyschalen, Laptop-Gehäuse oder die Verkleidungen des Navis sollen künftig als Batterie-Ersatz herhalten. Colin Smith, der Sprecher des Projekts macht aber nur eingeschränkte Hoffnungen:“Wir haben erst den ersten Schritt getan und es liegt noch ein langer Weg vor uns, doch das Material scheint vielversprechend.“

Die Forschung befindet sich grade in einem Stadium, in dem der Werkstoff noch effizienter gemacht werden soll: Nanoröhrchen sollen die Oberfläche des Materials vergrößern und so die Stromaufnahme noch verschnellern.

In einem Video erklären die Forscher des Instituts selbst worum es bei dem Werkstoff geht. Schauen Sie es sich in unserem Youtube-Kanal an!

Ein Experte, den Spiegel-online dazu befragt hat, hat allerdings eine ganz andere Meinung zu dem Thema: „Das klingt schon sehr utopisch„, kommentiert Gerhard Hörpel, ein Batterieforscher an der Uni Münster den geplanten Einsatz des Kohlefaser-Verbundstoffes. Der Einsatz solcher Materialien sei nicht form-unabhängig. Allein homogene, also gleichförmige, gerade Formen würden sich eignen.

Quellen: Volvo, Imperial College, Spiegel Online Bild: Imperial College

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