Technik
Siemens baut interne Flotte von 100 Elektroautos auf - was steckt dahinter?
Elektrifizierung

Siemens baut interne Flotte von 100 Elektroautos auf – was steckt dahinter?

Siemens macht Ernst: Im Rahmen eines mehrstufigen Testprogramms werden nun 100 Elektroautos angeschafft, die von den Mitarbeitern auf verschiedene Problematiken hin untersucht werden. Doch wo will Siemens genau damit hin? Und wie sieht das Programm im einzelnen aus?

Im Zusammenhang mit Elektroautos, fallen einem vor allen Dingen zwei Dinge zu Siemens ein: zum einen die Elektromotoren, die bereits einige Testserien von E-Mobilen ausstatten. Zum anderen das Testprogramm, das der Konzern augenblicklich in Zusammenarbeit mit BMW und den Münchener Stadtwerken betreibt. Nun aber hat Siemens Lunte gerochen und will sich nicht mehr allein mit diesem Kooperationsprojekt, das wohl eher für die Presse als für handfeste Untersuchungen veranstaltet wurde, zufrieden geben.

Das ab November beginnende Testprogramm 4-S (for Sustainelectromobility) führt nun andere Dimensionen ein: Ganze 100 Wagen (im Gegensatz zu den 40 des Mini-E-Programms) sollen an Siemens-Mitarbeiter zu Testzwecken ausgegeben werden. Ziel des Programms ist laut Siemens, „die Erprobung und Weiterentwicklung aller Komponenten, sowie … die Erforschung des Nutzerverhaltens und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.“ Im Klartext heißt das: Siemens beobachtet, wo überall Probleme im Alltag eines Elektroautos auftauchen und schaut, was man besser machen kann.

In der ersten Stufe erhalten die Standorte München und Erlangen etwa 20 Elektrofahrzeuge ausgegeben. Die erste Phase ist der Erforschung der Infrastruktur gewidmet: Wo parkt man? Wo lädt man? Wie fährt man? Wo repariert man?
Die zweite Phase ist wesentlich interessanter: Die zentrale Siemensforschung (CT – Corporate Technology) hat wohl schon seit längerem schon an einem Antriebssystem geschraubt, das in diesem Abschnitt in 15 weitere Testfahrzeuge eingebaut und erprobt wird. In Berlin wird zur selben Zeit dann ein In-House-Car-Sharing-Modell entwickelt.
Die dritte Phase im Herbst 2011 wiederum wird vom Testen von Antrieben bestimmt, die vom Sektor „Industry“ konstruiert wurden.

Was alle 100 Elektrofahrzeuge gemeinsam haben, ist ein leichter Elektromotor von nur 55 Kilogramm. Dieser leistet 50 kW im Dauerbetrieb und bis zu 125 kW bei Spitzenbelastungen. Geleitet wird die Aktion von der zentralen Siemensforschung. Konkret definiertes Ziel des ganzen Unterfangens, ist die Erkenntnis darüber, wie „Elektroautos und Ladestruktur optimal aufeinander abgestimmt werden können.“

Quelle und Bild: Siemens

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