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Sehenswert: Steampunk-Elektroauto aus Japan
Neuvorstellung

Sehenswert: Steampunk-Elektroauto aus Japan

Die Steampunk-Subkultur bewundert eine alternativ-technisierte Welt, wie sie sich aus dem viktorianischen Zeitalter heraus hätte entwickeln können: Dampf, Elektrizität, Messingbeschläge sind nur einige Attribute der Retro-Fans. Nun hat ein japanisches Unternehmen ein Elektroauto herausgebracht, der nicht nur dem exotischen Geschmack der Steam-Punks, sondern auch so manch anderem retroverliebten Autofetischisten das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Wunderschön schaut er aus, der kompakte Oldtimer, der auf den etwas unpraktischen Namen „Miluira“ hört. Beinahe wie aus dem japanischen Animé-Film „Das wandelnde Schloss“ entsprungen, gestaltete die japanische Firma „Takayanagi“ ein Elektroauto, das seines Gleichen sucht: Ein geschmiedeter Kühlergrill, der an den Zaun eines geheimnisvollen Herrenhauses erinnert, eine Motorhaube, inspiriert von einem Citroen 2CV, Leder-gepolsterte Sitze, wie aus einem Wiener Fiaker, hochstelzig auf Speichenfelgen kommt er daher.

So schön das gute Stück auch aussieht und wie detailverliebt auch das Design des Wagens ist – leider leidet die Technik des Miluira an Altertümlichkeit. So sind statt der heute üblichen Lithium-Ionen Akkus die etwas antiquierten Blei-Säure-Akkus im Einsatz. Das wirkt sich natürlich auch auf die Reichweite des Miluira aus, der gerade einmal 35 Kilometer mit einer „Tankfüllung“ zurücklegt. Um die Batterien wieder aufzuladen, muss der Automobilist etwa 12 Stunden Haushaltsstrom einkalkulieren. Immerhin 60 Stundenkilometer bringt das Gefährt auf die Straße, doch zu einem hohen Preis: 55.000 Euro kostet das Modell umgerechnet.

Wer sich dennoch dieses Juwel am Elektroauto-Markt leisten will, der muss sich noch bis März gedulden. Erst dann werden die ersten ausgeliefert.

Noch eine kleine Zusatzinfo zum Thema Steampunk. Hier handelt es sich um eine Subkultur, die die Ästhetik des viktorianischen Zeitalters verehrt, jedoch zusätzlich angereichert mit Science Fiction-Elementen. Vorbilder hierfür sind etwa die Nautilus, des berühmten Kapitän Nemo, erdacht von Jules Verne oder die „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“, mit Persönlichkeiten wie Oscar Wildes Dorian Gray. Anhänger dieser Ästhetik basteln sich gern moderne Geräte, wie Computer oder Telefone so um, dass sie perfekt ins späte 19. Jahrhundert einblenden.  

Miluira
Miluira
Miluira 

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