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Renault und seine schöne elektrische Zoe
Genfer Automobilsalon

Renault und seine schöne elektrische Zoe

Nach einer Frau benannten die Franzosen ihre neueste Schöpfung, den Renault Zoe. Diese Modell-Linie soll von nun ab fester Bestandteil des Sortiments des Autoherstellers aus Boulogne-Billancourt werden. Grund genug, ihn etwas näher zu betrachten:

Ein wenig erinnert der weiße Kompaktwagen an einige Modelle aus Wolfsburg, gut deswegen, dass man das Rautenlogo auch groß genug an den Kühlergrill montiert hat. Sportlich und modern geschnitten mit Facettenartigen Scheinwerfer-LEDs schaut der Zoe auf die Straße.

Doch abgesehen von den äußeren Werten, überzeugt der Zoe durch sein reifes Konzept. „Das Auto entspricht bereits zu 90 Prozent dem Serienfahrzeug“, behauptet der verantwortliche Fahrzeugdesigner Axel Breun. Und das Besondere an diesem Fahrzeug ist, dass es sich hier, ähnlich wie der LEAF ein eigens als Elektroauto durchkonzipiertes Fahrzeugkonzept handelt. Bisher glänzte Renault eher mit Umbauten von regulären Fahrzeugen wie dem Transporter Kangoo Z.E. oder dem Twizy Z.E.

Der Zoe ist in der Serienversion mit einem 81 PS Elektromotor angedacht, der für die für Elektroautos typische schnelle Beschleunigung sorgt und der den Wagen auf amtliche und ausreichende 135 Km/h bringt. Nach den derzeitig vom Markt verlangten Anforderungen a, Elektroautos auch als Transportfahrzeuge zu brillieren, richtet sich auch das Ladevolumen von 292 Litern. Die Batteriekapazität liegt im oberen Mittelmaß mit 22 Kilowattstunden Strom, was eine maximale Reichweite von etwa 160 Kilometern garantieren soll. Diese hat es allerdings in sich, denn sie soll eine weitere Forderung an Elektroautos der Zukunft erfüllen und binnen drei Minuten gegen eine vollgeladene Batterie auszutauschen sein. Das US-Start-up Betterplace widmet sich diesem Konzept mit genormten Servicestationen, die auf schnelle Batteriewechsel ausgelegt sind. Weiterhin ist davon auszugehen, dass die Batterie von Renault geleast wird und allein deshalb schon schnell getauscht werden können soll. Doch auch im Schnellademodus überzeugt die Renault-Batterie mit einer Aufladezeit von etwa einer halben Stunde.

Wie der Spiegel zu berichten weiß, ist das Fahrzeug mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestattet. Ein eigens von L’Oreal kreirter Duft sorgt für Frische im Fahrzeugraum. Ein Motorsoundsystem überlagert das leise Schnurren des Elektros und wurde speziell vom Pariser Musikinstitut komponiert.

Der Preis von Elektrofahrzeugen ist allgemeinhin recht hoch und für den Otto-Normal-Konsumenten nicht bezahlbar – diese Hürde versuchten die die Renaultentwickler zu senken, indem der reine Fahrzeugpreis in etwa dem eines Diesel-Clio entspricht (21.000 Euro incl. französischem Staatsrabatt von 5000 Euro). Mehrkosten erwarten den Nutzer allerdings mit dem Mieten der Batterie, die im Besitz von Renault verbleibt. Diese liegen spekulativ bei etwa 70 Euro im Monat. Ob sich die Halterkosten in Gegenrechnung zum Benzinpreis dann lohnen, muss jeder für sich ausmachen.

Die Produktion des Zoe soll im Sommer 2012 anlaufen, dann werden auch die ersten Fahrzeuge ausgeliefert.

Renault legt mit dem Zoe jedenfalls die Messlatte für Qualität im Elektroautobereich ein Stück höher – eine neue Situation für den Markt. Vor allem deutsche Fahrzeugbauer wie Mercedes und BMW spekulieren eher auf höherpreisige Modelle für erlesenere Kundschaft. Und ob sie mit den technischen Leistungen des Zoe mithalten können ist nicht außer Frage.

REnault Zoe Elektroauto 

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