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Neue Batterietechnologie könnte aufladen schneller als tanken machen
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Neue Batterietechnologie könnte aufladen schneller als tanken machen

Interessante Neuigkeiten von Forschern aus den USA. Wissenschaftler schufen im Labor eine neue Kathodenstruktur für Lithum-Ionen-Akkus, die es ermöglicht, die Ladezeiten für diese Batterien dramatisch zu verkürzen. Hier die Details.

Im Magazin Nature Nanotechnology veröffentlichten Wissenschaftler der Universität von Illinois in Urbana-Champaign einen Artikel über ihre Forschungarbeiten, der die Elektroauto-Fachwelt aufhorchen lässt. Kathoden, die quasi die Verbindung zwischen Batterie und Elektrizitätsquelle darstellen wurden aus einem sich selbst organisierenden Nanomaterial geschaffen, das über die Eigenschaft verfügt, immense Energiemengen in kürzester Zeit weiterzugeben. Auf diese Weise modifizierte Autobatterien könnten im Idealfall in etwa 2 Minuten zu 90% vollgeladen werden. Die auf diese Weise hergestellten Elektroden wären prinzipiell nicht nur in der Lage für die oft verwendeten Lithium-Ionen-Batterien und die ebenfalls getesteten Nickel-Metallhydrid-Akkus zum Einsatz kommen, sondern würden sich theoretisch in jedes andere Batteriekonzept einfügen.

Der Ansatz, den die Forscher verfolgten, besteht darin, die große Ladekapazität von Batterien mit dem schnellen Aufladen von Kondensatoren zu verknüpfen. Sollte die Technologie zur Produktionsreife gelangen, wären viele Infrastrukturprobleme, vor denen die Elektromobilität steht gelöst – mit anderen Worten: Der Fahrer würde sein Elektroauto einfach tanken wie ein herkömmliches Auto auch.

Erreicht wurde die Herstellung der feinen Struktur der Kathoden, indem man kleine Kügelchen auf ein Trägermateriel aufbrachte, auf dem sie sich selbständig zu regelmäßigen Strukturen organisieren. Dann wurde die Lücken zwischen den Kügelchen mit Metall aufgegossen und die Kügelchen aufgelöst, so das ein regelmäßiges Gitter entstand. Eine weitere Leiterbeschichtung machte aus der Struktur dann eine Art Multikondensator, der die hohen Mengen an Elektrizität bewältigen und schnell weitergeben kann.

Doch solche Lösungen stehen bei aller Euphorie in der Praxis noch in den Sternen, denn der begrenzende Faktor bei einer solchen Technologie ist die Verkabelung der Ladestrukturen. Bisher dürfte sich wohl nahezu nirgends eine solche Zapfsäule geben, auch tauchen bei solchen Stromlasten ganz neue Probleme, wie Überhitzungen und Sicherheitsaspekte auf. Also . Nicht zu früh gefreut.

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