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Ladestrukturen - die größte Herausforderung für die Elektromobilität
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Ladestrukturen – die größte Herausforderung für die Elektromobilität

Auf der Elektroauto-Messe eCarTek in München waren Hersteller von Ladesäulen und -strukturen am stärksten vertreten. Wie man ein Auto laden kann, wurde dem Besucher schnell klar -doch wo und wann, diese Fragen wurden nicht zufriedenstellend beantwortet. Hier ein Einblick ins Thema.

Kürzlich warfen wir bereits einen Blick auf die Stolpersteine, die sich der Elektromobilität noch in den Weg legen. Heute schauen wir uns die Lösungen an, die uns dafür angeboten werden.

Reguläre Ladesäulen – Diese leicht an Parkuhren erinnernden Stromzapfsäulen beherbergen zumeist einen Starkstromanschluss zum Schnelladen von Elektrofahrzeugen. Der Nutzer steckt sein Ladekabel vom Auto an den Anschluss der Säule – moderne Versionen haben Abrechnungssysteme integriert, die das Auto entsprechend identifizieren. Sinn machen diese Geräte auf Parkplätzen oder Parkhäusern. Der große Nachteil besteht darin, dass an unbewachten Arealen der Diebstahl der Ladekabel wahrscheinlich zum Alltag gehören wird.

Zu hause-Anschluss – Das wahrscheinlich üblichste Laden findet zu Hause an der Haushalts-Steckdose des Halters statt. Allerdings bereitet das in den Städten große Schwierigkeiten, da es hier keine festen Parkmöglichkeiten für Fahrzeughalter gibt – außerdem wäre selbst im Idealfall eine zig-Meter lange Verlängerungsschnur nötig. Autofahrer in der Stadt sind auf innovative Lösungen angewiesen, hier ist das größte Entwicklungspotential.

Batteriewechsel – Eine intelligente Methode zum schnellen wie praktischen Laden stellt der Austausch der Batterieeinheit des Elektroautos dar. Das Auto fährt hier auf einen Graben in dem der Wechsel der Batterie vorgenommen wird. Vorteile sind: Schnelligkeit, der Wegfall des Batterieunterhalts und das flexible Laden. Doch das System hat auch Nachteile: Die Auto-Konstruktion muss in gewissem Maße vereinheitlicht werden – Fahrzeuge könnten nur noch Batterieblocks im Boden enthalten – das konstruktive Verteilen der Batterielast ist so nicht mehr möglich. Weiterhin wären alle Fahrzeuge und Halter an das System der Firma Better Place gebunden, was Abhängigkeiten erzeugt und ein Monopol aufkommen lässt.

Fremdladen – Bereits zwei Start-ups, ePlanet und ubitricity, arbeiten an Lösungen zum „Fremdladen“. Das Konzept: Autos können an privaten Stromtankstellen aufgeladen werden. Müssen Sie etwa Ihr Auto wieder aufladen – haben aber keine Tanksäule in der Nähe, so fragen Sie den Computer, der Ihnen einen Haushalt in Ihrer Nähe empfiehlt, der eine Elektrozapfsäule mit Abrechnungssystem anbietet. Der Vorteil: Flexibleres Laden, der Nachteil: Nur langsame Ladezeiten sind möglich.

Solarzellen – Immer effizientere Solarzellen könnten einen wichtigen Beitrag zum automatischen Nachladen des Fahrzeugs bieten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Günstiger und grüner Strom – Unabhängigkeit von Lade-Strukturen. Der Nachteil: Bis jetzt kann nur wenig Strom auf diese Weise gewonnen werden. Weiterhin sind Städte viel zu verschattet, um fahrzeugeigene Solarzellen effizient betreiben zu können.

Brennstoffzellen – das wohl aussichtsreichste äUnterfangen ist der Einsatz von Brennstoffzellen, mit denen kompakt Wasserstoff getankt werden kann, der in Elektrizität umwandelt wird. Leider ist auch hier der Stand der Technik immer noch nicht auf dem gewünschten Niveau, doch experimente mit günstigen Elektroden und Methangas statt Wasserstoff geben Grund zur Hoffnung. Wasserstoff könnte ähnlich wie Benzin an Tankstellen bezogen werden und garantiert große Reichweiten.

Reichweitenverlängerung – Ähnlich wie bei der Brennstoffzelle, wird hier ein Brennstoff in Elektrizität umgewandelt. Doch vorerst werden die Brennstoffe noch größtenteils fossil sein und die Vorteile des Elektroautos schmälern.

Resümee – Je mehr man über die Alternativen nachdenkt, desto eher zieht man den Schluss, dass es ein ausgeklügelter Lade-Mix sein wird, der für die verschiedensten Zwecke der Elektromobilität sinnvoll wäre. In der Stadt wird man andere Elektroautos fahren als in der Vorstadt. Flexible und allgegenwärtige Lademöglichkeiten bieten den Fahrern mehr als eine Art Energie zu tanken an. Nur wie Koordiniert man das Ganze? – Entweder durch clevere kommerzielle Lösungen oder etwa sogar durch eine Behörde? Wir werden sehen!

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