Technik
Elektroauto Reva G-Wiz gerät durch tödlichen Unfall in die Kritik
Sicherheitsbedenken

Elektroauto Reva G-Wiz gerät durch tödlichen Unfall in die Kritik

Sicherheitsbedenken gab es schon viele gegenüber Elektroautos: Mal war es die Batterie, die als gefährlich gilt, mal waren es die fehlenden Fahrgeräusche, die Fußgängern zum Verhängnis werden können. In London ereignete sich nun ein tödlicher Unfall, der eine ganz neue Art von Bedenken aufkommen lässt: Sind Elektroautos zu schlampig gebaut?

Der Unfall ereignetet sich innerorts auf einer gefährlichen Kreuzung in London. Die Wissenschaftlerin Judith Nadal war unterwegs in ihrem Reva G-Wiz, einem elektrisierten Microcar des indischen Herstellers Mahindra Reva. Es war nicht die Tatsache, dass ein tödlicher Autounfall mit einem Elektroauto geschah, der die Gemüter erhitzte, sondern der Zustand des Reva G-Wiz, der von dem Skoda Fabia, mit dem er zusammenstieß in zwei Teile gerissen wurde (Siehe Foto).

So mutmaßte denn auch der Autor des Berichts im London Evening Standard, dass es um die Sicherheit des Reva deshalb nicht so gut bestellt ist, da er offiziell als „Quadricycle“ also als „Vierrad“ und nicht als Automobil eingestuft wird. Diesen Fahrzeuge, denen ein Geschwindigkeitslimit von 40 km/h auferlegt ist, werden keine so strengen Crashtest-Ergebnisse wie regulären Autos abverlangt – was unter Umständen dazu führen könnte, dasss die Sicheheit auf der Strecke bleibt.

Ein Crashtest des Reva G-Wiz flößt dem Zuschauer auch kein großes Vertrauen ein – deformiert sich der Wagen doch so stark, dass die Insassen der Aufprallquelle gefährlich nahe kommen.

Da zur Zeit viele kleine Elektroauto-Hersteller wie Pilze aus dem Boden schießen, die oftmals noch gar keine Erfahrungen im Autobau sammeln konnten, ist eine strenge Testvorgabe für Sicherheitsstandards unabdingbar. Nur so wird der aufkeimende Optimismus des Konsumenten gegenüber den alternativen Antrieben nicht untergraben.

Quelle: London Evening Standard, Bild: Nigel Howard

Reva G-Wiz

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