Umwelt
Die solare Autobahn: Zukunftsvision oder Spinnerei?
Neue Technologien

Die solare Autobahn: Zukunftsvision oder Spinnerei?

Anfang des Jahres startete der US-amerikanische Konzern General Electric einen Wettbewerb, der vom finanziellen Standpunkt her seines Gleichen sucht: 200 Millionen! US-Dollar werden als Investitionssumme für die Gewinner des Öko-Wettkampfs ausgelobt. Gefragt waren Lösungen aus den Bereichen Netzeffizienz, Öko-Haushalte und Erneuerbare Energien.

Unter den Einsendungen befand sich auch ein Konzept, das Großes im Sinn hat: Solar Roadways möchte unsere Straßen am liebsten mit einer Extraschicht Solarzellen versehen, die fleißig Sonnenenergie einsammeln. Dazu entwickelten die Kalifornier Platten, die beinahe ausschauen wie Legosteine: in eine feste Schicht ist ein Raster runder, duchsichtiger Bausteine eingelassen, durch die das Licht auf die darunter liegenden Solarzellen fällt. 

Diese Solarplatten sollen letztendlich aus drei Schichten bestehen: Die erste Schicht ist die widerstandsfähigste und schützt die Zellen vor den Gewalten der Räder. Außerdem ist sie durchsichtig, wasserdicht und enthält eine Anzahl von LEDs. Diese erlauben eine ferngesteuerte Verkehrsführung, sowie das Einblenden von Warnhinweisen direkt auf der Straße. Auch eine Kopplung an ein GPS-Gerät der Fahrzeuge ist denkbar, das die Fahranweisung direkt auf die Straße projiziert. Eine zweite Schicht enthält die nötigen Schaltkreise, Lichtleitung, Mikroprozessoren und Sensortechnik. Diese könnte unter anderem dafür eingesetzt werden das Verkehrsaufkommen zu ermitteln und um den Straßenzustand zu kontrollieren. Die letzte Schicht hingegen ist wieder wasserdicht und soll das Panel gegen die Kräfte des Untergrunds feien. Weiterhin ist hier die Leitung zur Weitergabe der Solarenergie untergebracht. Was das besonders attraktiv macht, ist hingegen die Überlegung, die Solarautobahn nicht nur als Energiesammler zu nutzen, sondern auch, um Elektroautos schon beim Fahren Strom zukommen zu lassen. Dies soll über Magnetfelder geschehen. 

Der erste Testlauf (Video) des „Solar Highways“ verlief übrigens zufriedenstellend, allerdings nur auf einem Mini-Teststück, das gerade einmal 3 mal 3 Meter maß. Ob die Platten wirklich alltagstauglich sind, wie sie sich gegen verschiedene Verschmutzungen, Verkratzungen und Missbrauch benehmen, das muss erst einmal noch in der wirklichen Straßen-Praxis ausgetestet werden. Dazu begnügen sich die Entwickler aber vorerst mit dem Einsatz auf Parkplätzen, Privatgrundstücken und verkehrsberuhigten Zonen. Über die Kosten konnte leider noch keine Information eingeholt werden – immerhin sind die Solarelemente ja noch nicht serienreif. Aber nur zum Vergleich: Der Ausbau eines recht kurzen, aber teuren, deutschen Autobahnteilstückes kostet ungefähr 134.000 Euro pro Meter! Also, Kapital sollte also nicht das Problem sein. Wer weiß, was deutschen Ingenieuren zu dem Thema noch alles einfällt …

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