Wirtschaft
Das gibt Ärger: BMW lässt sich „i“ als Automarke registrieren
Neue BMW Untermarke

Das gibt Ärger: BMW lässt sich „i“ als Automarke registrieren

Die Meldung überraschte – BMW will die unter dem bisherigen Projektnamen „megacity“ laufende Elektroauto-Linie nun „i“ nennen. Ob der Mitsubishi iMiev nun nur noch Miev heißt? Und das iPhone nur noch Phone? Und welche Strategie das Unternehmen verfolgt, diskutieren wir hier!

Die Süddeutsche Zeitung brachte gestern die Meldung als erste: BMW nennt seine neue Elektroauto-Marke ganz simpel „i“ und alle Anzeichen deuten daraufhin, dass es das Unternehmen damit ernst meint – inklusive Expansionsstrategie. Doch eins nach dem anderen:

Bereits seit einiger Zeit steht fest, dass BMW eine Untermarke entwickeln wird, diese lief bisher unter dem Projektnamen Megacity. In Zuge dessen plant das Unternehmen 400 Millionen Euro in Produktionsanlagen nahe Leipzig zu investieren.

Nun, wie ein Bericht der Süddeutschen Zeitung enthüllte, soll die Submarke gar nicht mehr „Megacity“ heißen, sondern „i“. Wie auch immer die Bayern das beim Patent- und Markenamt durchgeboxt haben – Ärger ist hierbei vorprogrammiert: Auf der Welle, die die Markenstrategen von Apple mit dem iPod, iPhone, iMac und Co losgetreten hatten, reihten sich nämlich auch einige Automobilunternehmen ein. Angefangen mit dem iMiev von Mitsubishi über den iOn von Peugeot bis zum Elektro-Zweirad-Hersteller iGo.

Und noch ein weiterer Mitspieler dürfte ein dringendes Interesse daran haben, den Namen BMWi nicht ohne weiteres den Münchenern zu überlassen: Das Bundeswirtschaftsministerium kürzt sich schon seit Ewigkeiten BMWi ab.

Obendrein ist bei der Marke doch auch zu hinterfragen, ob sie aufgrund der häufigen Benutzung durch alle Branchen hinweg nicht doch zu unscharf wirkt.

Dennoch: Auch für BMW wurde es aufgrund des Erfolgs des Hauptkonkurrenten Mercedes mit seiner A- und B-Klasse Zeit, auch in den Kleinwagensektor vorzudringen – und welche Gelegenheit wäre da passender als die aufkommende Elektromobilitätswelle?

Wie die Zeitung weiter zu berichten weiß, sollen zum vorerst zwei Modelle, nämlich der BMW i8 und der BMW i3 das Licht der Welt erblicken. Ob das von der Fahrzeugklasse her einem 3er respektive 8er BMW entspricht, bleibt Spekulation, doch zumindest der i3 dürfte eine kompaktere Größe aufweisen. Beide Formate sollen mit Kohlestoffkarosserie versehen sein. Der i3er soll bereits 2013 beim Markenstart käuflich sein. Die i-Serie soll zudem eindeutig BMW zuzuordnen sein – auch das schaute man sich vom Konkurrenten aus Stuttgart ab.

Um dem Fass noch den Boden auszuschlagen und die Elektrostrategie mit Fakten zu untermauern, gründete BMW einen Risikokapitalfonds namens BMW i Venture in Höhe von 100 Millionen Euro. Doch was bedeutet das? Mit diesem Geld investiert BMW in junge Unternehmen, die innovative Produkte aus dem Bereich Elektromobilät entwickeln, um sie für das i-Projekt günstig einzukaufen – und im Falle eines Weiterverkaufs sogar noch ordentlich Geld zu machen.

Interessant noch ein Wort des BMW-Entwicklungschefs Klaus Draeger in Bezug auf die i-Fahrzeugpalette: „ Zwischen dem BMW i3 und dem i8 ist noch eine Menge Platz“. Zur Projektseite …

BMWi 

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