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Das EDAG Light Car Sharing – So komplett war ein Elektroauto-Konzept noch nie
Zukunftstechnologien

Das EDAG Light Car Sharing – So komplett war ein Elektroauto-Konzept noch nie

Mit dem Aufkommen der Elektromobilität entstanden vielerlei Konzepte und Fahrzeuge, doch noch nie hat es ein so ganzheitliches und griffiges Mobilitätskonzept gegeben, wie das des Automobilzulieferers EDAG, der mit seinem „Light Car“-Konzept nicht nur ein eigenes Software- und Standortsystem erdachte, sondern auch ein passendes Auto und entsprechende Vermarktungsstrategien liefert.

Die EDAG – Engineering & Design AG – ist einer der größten technischen Mobilitäts-Entwickler der Welt. Während man gemeinhin eher die großen Player mit technologischen Lösungen beliefert, entwickelte das Unternehmen aus Fulda nun aus Eigeninitiative ein spektakuläres und ganzheitliches Mobilitätskonzept rund um Elektromobilität.

Im Kern handelt es sich hierbei um ein Car-Sharing-System, bei dem eigens entwickelte Elektroautos an vorgegebenen Aufladestationen abgeholt werden können, um Fahrten in der Stadt zu erledigen.

Das Besondere an den System ist, dass es bereits vollkommen durchdacht mit dem potentiellen Nutzer interagiert. Per Smartphone kann ein passendes Mobil ausfindig gemacht werden, auch wird der Ladezustand abgefragt und die Kosten für die Fahrt kalkuliert. Betreiber können eigene Tarifmodelle und technische Optionen nutzen, die es beispielsweise ermöglichen, ortsabhängige Werbung am Fahrzeug per LEDs zu schalten, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Um den Fokus auf das Carsharing und das damit verbundene häufige Wechseln der Benutzer zu legen, setzte die EDAG noch einen drauf: Das so genannte Light Car – ein Auto mit großen und sichtbaren LED-Flächen – wurde erdacht, das den speziellen Anforderungen gerecht wird. Dazu zählt nicht nur ein geräumiger Innenraum trotz kompakter Fahrzeuggröße – auch austauschbare häufig beanspruchte Teile des Interieurs oder Stoßstangen, die mit gepolsterten rückformbaren Pads ausgelegt sind, komplettieren das Paket. Für eine anvisierte Laufzeit von über 10 Jahren und einen wartungsarmen Betrieb sind dies dringend notwendige Innovationen. Die großen LEDs an den Seitenflächen dienen übrigens der Kommunikation und der Sichtbarkeit. Sie signalisieren den Nutzern schon aus der Ferne: „Hier steht ein Leihauto“ und „Ich bin noch zu haben“ oder „Meine Batterien sind erst halb voll“.

Ein ganz besonders interessantes Detail, das das Konzept sinnvoll abrundet, ist die Ladestrategie des Light Cars. Wie bereits von anderen Initiativen anskizziert, soll hier das Fahrzeugnetz ein Teil des so genannten „Smart Grids“ werden, also des intelligenten Stromnetzes. Hierbei können die Batterien der Fahrzeuge als Energiequelle fürs gesamte Stromnetz dienen, sollte dies überlastet sein. Weiterhin lädt das Fahrzeug, wenn der Strom besonders günstig ist und ebenso ist es möglich eine Ladepriorität auf regenerative Energiequellen zu setzen.

Doch die EDAG möchte dieses System nicht selbst betreiben – kein Wunder – es ist ja auch nicht die Kernkompetenz des Unternehmens. Statt dessen wird es Betreiberfirmen angeboten, die das System dann installieren und nach ihren eigenen Regeln, Tarifen und Anforderungen anpassen können.

Wie weit die EDAG bei der Umsetzung des Light Car-Konzepts ist, das erfahren wir erst auf dem Genfer Autosalon, nächste Woche. Aber mit dieser Lösung – sollte sie fertig gestellt werden – ist die EDAG bisher einsame Spitze.

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