Technik
Bill Gates und der Wundermotor
Neue Technik

Bill Gates und der Wundermotor

Die kleine Firma aus Troy, Michigan hat es in sich: Nicht nur weisen die Team-Mitglieder eine gesammelte Ingenieurs-Erfahrung von etwa 230 Jahren auf, auch kann die Firma eine Finanzspritze von 23,5 Millionen Dollar für sich verbuchen, die von niemand anderem als dem Microsoft-Gründer Bill Gates und dem Großinvestor Vinod Koshla bereitgestellt wurde. Was Gates und seinen Investorenfreund so sehr an dieser Firma, die übrigens Ecomotors heißt, gefällt, ist die Tatsache, dass das Forscherteam des Unternehmens gerade an einem neuen Motorenkonzept feilt.


Der Motor um den es sich hierbei dreht, ist eine besondere Art des Gegenkolbenmotors, ein Zweitaktmotor namens OPOC. OPOC steht hierbei für: Opposed Pistons – Opposed Cylinders. Also Gegenkolben und Gegenzylinder. Die auf ein Patent von 1907 zurückgehende Entwicklung zeichnet sich dadurch aus, das nicht wie beim regulären Gegenkolbenmotor zwei Wellen und ein Verbrennungsraum verbaut sind, sondern zwei Verbrennungskammern und eine Welle.

Aus dieser Konstruktion resultiert ein Motor, der nicht mit den Nachteilen der herkömmlichen Viertakt und Zweitakt-Motoren zu kämpfen hat. Viertakter müssen beispielsweise recht komplex gebaut werden, mit gekoppelter Ventilsteuerung und mehreren Zylindern. Herkömmliche Zeitaktmotoren kämpfen immer mit dem Problem des erhöhten Spritverbrauchs, hervorgerufen durch eine Vermischung von Abgas und Frischgemisch. Die Vorteile der Motoren, beim Viertakter die Laufruhe und die Effiziens und beim Zweitakter die leichte, unkomplizierte Bauweise sowie das bessere Arbeits-Effizienz-Verhältnis werden beim OPOC geschickt miteinander kombiniert. So benötigt ein OPOC-Motor 50 Prozent weniger Bauteile sowie 50 Prozent weniger Gewicht als vergleichbare Viertakter. Ein weiterer Vorteil ist die gute Kombinierbarkeit der OPOCs, die sich recht einfach in Reihe betreiben lassen und so Ihre Leistung addieren können.

Im Moment sind mehrere kleine Motorenmodelle angedacht, aber auch ein größeres ist für den kommerziellen Automobilbau angedacht. Dieser Antrieb soll ca 204 Kilogramm wiegen und eine Leistung von 242 kW/329 PS an den Tag legen. Hinter der Entwicklung dieses Motors steht der deutsche Ingenieur Peter Hofbauer, der bereits bei Volkswagen für die Entwicklung des ersten Turbodiesels der Wolfsburger verantwortlich war. A propos Turbo – auch der OPOC ist mit einem Turbolader ausgestattet, die Besonderheit hierbei ist aber, dass dieser von einem zusätzlichen Elektromotor gepowert wird. Typische Probleme bei der Entwicklung nicht nur der Gegenkolbenmotoren, sondern von Zweitaktern überhaupt, ist der Ausstoß der Abgase. Gegenkolbenantrieb sind hier besonders für anhaftende Rückstände und Verschleiß anfällig. Ein Problem mit dem sicher auch noch das Ecomotors-Team zu kämpfen hat. Freuen wir uns auf Resultate, in der Zwischenzeit können Interessierte gerne Herr Professor Hofbauer persönlich lauschen, wenn er das Konzept des OPOC erklärt:

Video, Peter Hofbauer erklärt OPOC

BP arbeitet an flüssiger Batterie zum schnellen Nachtanken InnovationNeue Batterietechnologie könnte aufladen schneller als tanken machen Forschung

ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche ÖKO-Top100.de - Ökomobilität, grün, Autos, KFZ, Ökoautos, Elektroauto, BrennstoffzelleArtikelverzeichnis SEO Umweltenergie-Top100

AUTOS FINDEN.