Wirtschaft
„Ölunabhängigkeitspläne“ von Agassi

Better Place – Name = Programm?

Die neue Firma von Schai Agassi will mit „Better Place“ ein 3 Milliarden $ Geschäft neu erfinden. 2020 sollen Elektroautos im Straßenverkehr von Israel überwiegen. Kontroverser Weise werden in einer stillgelegten Ölraffenerie die Ölunabhängigkeitspläne der Firma veröffentlicht.

 

Schai Agassi will Israel mit Elektroautos „aufrüsten“. Bereits im September beginnen die Praxistest und in 2011 werden die ersten Autos verkauft werden. Der Aufbau dieser Infrastruktur soll 150 Millionen $ kosten. Die Firma wird aber nicht nur Elektroautos produzieren sondern auch im ganzen Land Lade und Batteriewechselstationen aufbauen. Seine Vision ist es 500 000 Ladestationen in Betrieb zu haben. Diese sollen überall verteilt sein, am Straßenrand, auf Parkplätzen oder auf Einkaufszentren.

 

Jede Tankstelle soll die Möglichkeiten bieten 100 Autos „betanken“ zu können, und an 10 Stationen soll ein Austausch der Batterie durch Roboter innerhalb von zwei Minuten gewährleistet sein. Außerdem soll jeder Kunde kostenfrei zwei Stationen installiert bekommen, eine in der Garage, und eine am Arbeitsplatz.  Abgerechnet wird nicht nach Verbrauch sondern mit einer km Flatrate (wie bei Mobilfunkanbietern).

 

Im stillgelegten Öltank des Depots Pi-Glilot kann man sich bereits jetzt ein Bild von Agassis Plänen machen können. Bequem von einem Autosessel aus wird man von einem Hologramm des Firmeninhabers durch die Visionen geführt. Ziel des Geschäftsmannes ist der Bekanntheitsgrad eines angeknabberten Apfels der Firma Apple.

 

Die 150 Millionen $ Investitionen möchte er bereits nach 18 Monaten zurück erwirtschaftet haben. Gewinne von ca. 40 – 50 % seien realistisch!  Wenn man die Erfolgsstory Agassis genau verfolgt ist davon auch auszugehen. Für seine Pläne von „Better Place“ verliess er sogar bereits in 2008 den Vorstand von SAP.

 

Mut zur Umsetzung bekam er durch den Anruf des israelischen Präsidenten Schimon Peres. Diesen Anruf bekam er in seinem zu Hause kurz nach einer Tagung in 2006. Er hatte auf einer Konferenz des Saban Center for Middle East Policy in Washington, neben Bill Clinton, Schimon Peres und zwei CIA Direktoren, eine Rede gehalten. In seiner Rede sprach er „zitternd“ über seine fixe Idee für ein flächendeckendes Netz von Ladestationen. Kurz drauf gründete er das Unternehmen „Better Place“.

 

Israel wird als sein Heimatort zum Testgebiet. Die Regierung unterstützt seine Pläne mit Steuervorteilen und Investitionen in erneuerbare Energien. Agassi ist bekannt als der geborene Geschäftsmann, selbst die „New York Times“ schrieb: Agassi könnte sogar Kamele an Saudi Arabien verkaufen“.

 

So konnte er große Firmen und wichtige Investoren gewinnen die in Israel bekannt sind für ihren hohen Einfluss. Selbst die Ofer-Familie die viel Geld mit Öl-Raffenerien macht, schaffte er zu einem seiner Hauptinvestoren zu machen! So Idan Ofer: “ Schai hat mir gesagt, er werde der Ölabhängigkeit den Garaus machen. Da habe ich mir gedacht: Wenn schon jemand meinem Geschäft den Garaus macht, dann möchte ich es lieber selbst sein.“ So ist der Wert der Firma bereits auf über eine Milliarde $ gestiegen.

 

Das bestätigt wohl die Aussage über den Geschäftssinn Agassis, denn eins darf man nicht vergessen: es ist noch kein einziges Auto verkauft oder gar Gewinn gemacht worden! Damit sich dies bald ändert produziert Renault für „Better Place“ bereits in Serie.

Wir werden Sie über den „besseren Ort“ auf dem laufenden halten…..

 

Ihre Redaktion, 01.03.2010  

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