Politik
Zwischenzeitlich haben alle die Bedeutung der Elektromobilität erkannt

Alle wach?

Vermutlich werde die Plattform unter dem Dach des BDI firmieren. Als Vorsitzender ist der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, im Gespräch.

Mit dem Kompromiss würde ein seit Wochen schwelender Konflikt zwischen den Verbänden beendet. Da sich die Industrie einen milliardenschweren Markt für Elektroantriebe erhofft, besteht bei allen Seiten Interesse, frühzeitig eine führende Rolle einzunehmen und politisch Einfluss zu nehmen.

Offene Fragen beraten die Experten am 3. Mai im Kanzleramt

Der Bund hatte im Rahmen seines Konjunkturpakets bereits ein Sonderprogramm über 500 Mio. Euro aufgelegt, um alternative Antriebe zu erforschen. Für den 3. Mai hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Industrie zu einem Gipfel eingeladen, bei dem sie die „Nationale Plattform Elektromobilität“ ins Leben rufen will. Wirtschaft und Politik hoffen, dass der Straßenverkehr mit Elektroautos künftig weit weniger Klimagase ausstoßen wird als heute.

Es gilt deshalb, möglichst leichte Elektroautos zu bauen. Darüber hinaus sollen neben dem Elektroantrieb auch andere klimafreundliche Kraftstoffe wie Wasserstoff erforscht werden. Die Industrie will zudem leistungsfähigere Batterien oder Brennstoffzellen entwickeln. Nicht zuletzt geht es darum, die nötige Infrastruktur wie Tankstellen- und Stromnetze aufzubauen, standardisierte Stecker durchzusetzen oder Sicherheitsfragen zu klären.

Der neue Lenkungskreis der Wirtschaft soll entscheiden, welche Branchen in welchen Arbeitsgruppen der Plattform mitarbeiten. Generell soll er als Ansprechpartner der Bundesregierung dienen, die Anfang des Monats eine „Geschäftsstelle Elektromobilität“ eingerichtet hat. Diese ist ein ähnlich kompliziertes Konstrukt wie der geplante Industriekreis: Sie hat ihren Sitz im Wirtschaftsministerium, wird aber vom Verkehrsressort geleitet.

Inhaltlich sind die Verbände seit Februar einig. In einem Positionspapier fordern sie, die Technologie alternativer Antriebe offen zu erforschen. Die Industrie wolle weltweiter „Leitanbieter auch für Elektromobilität sein“ und die Bundesregierung unterstützen. Um einen schnellen Durchbruch zu ermöglichen, fordern die Verbände, die Forschung steuerlich zu fördern. Steuern auf Strom oder Wasserstoff während der Markteinführung entsprechender Antriebe lehnen sie ebenso ab wie Dauersubventionen.

 

Quelle: Handelsblatt, 19.02.2010

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