Wissenswertes
54 Prozent der Deutschen würden sich ein Elektroauto kaufen
TÜV-Akzeptanz-Studie

54 Prozent der Deutschen würden sich ein Elektroauto kaufen

Weit besser als in einer amerikanischen Studie sieht es für Elektroautos und die Akzeptanz für diese bei der deutschen Bevölkerung aus. Eine knappe Mehrheit von 54 Prozent würde sich für Elektroautos entscheiden – welche konkreten Hoffnungen und Wünsche die Befragten an die Hersteller haben überrascht nicht.

In einer repräsentativen Umfrage mit 1000 Teilnehmern versuchte der TÜV Rheinland herauszufinden, wie es denn um die Akzeptanz von Elektromobilität unter den Deutschen bestellt sei. Ganz anders als die Vorhersagen der großen deutschen Hersteller von vor noch einem Jahr, glaubt ein großer Teil der Deutschen an die Zukunft der Elektromobilität.

Nicht nur, dass sich 54 Prozent der Deutschen in den nächsten fünf Jahren den Kauf eines Elektroautos vorstellen könnten – man erfuhr auch von konkreten Wünschen: Von VW erwarten 25 Prozent ein Elektroautomodell. 15 Prozent würden sich gar für einen Toyota entscheiden. Mercedes und Opel teilen sich den dritten Platz mit gerade einmal 8,1 Prozent.

Doch warum halten die Deutschen Elektroautos für eine sinnvolle Innovation? – Klar: 36 Prozent der befragten führten den Umweltschutz als Hauptargument an. 26 Prozent sahen die Unabhängigkeit vom Öl als ausschlaggebendes Kriterium, während 22 Prozent nur die geringeren Betriebskosten anführten.

Doch auch Bedenken gibt es gegenüber den Batterie-Vehikeln: 29 Prozent macht die so genannte „Range Anxiety“, also die Reichweiten-Angst zu schaffen. 36 Prozent der Teilnehmer macht sich über die langen Ladezeiten Gedanken und 17 Prozent ärgern sich über eine Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h. Das wundert, wo doch ausgerechnet der Elektropionier Tesla, der nun wirklich auf und ab durch die Medien marschierte, weit jenseits der in der Studie erwähnten Obergrenze unterwegs ist.

Dass Toyota bereits so lange im Hybrid-Geschäft agiert, verschafft dem Unternehmen einen gehörigen Image-Bonus: 17,9 Prozent bringen die Marke Toyota mit Elektromobilität in Verbindung, Volkswagen folgt, trotz mangelden Erfolgen in dem Sektor mit 10,1 Prozent, gefolgt von BMW (8,2%) und Opel (7,1%).

Eine gute Nachricht wartet auch auf die oekomotive-Redaktion: Nur 21 Prozent der Studien-Teilnehmer fühlten sich gut oder sehr gut informiert, während sich 48 Prozent nur mittelmäßig und 31 Prozent schlecht informiert fühlen – es gibt also noch viel zu berichten und viel aufzuklären.

Die größte Kaufbereitschaft, was nicht verwundert, haben Besserverdiener. 62,4 Prozent der FDP-Klientel könnte sich vorstellen, einen Elektrowagen als Zweitfahrzeug vors Einfamilienhaus zu stellen. Besitzer von Kleinwagen hingegen, können sich nur zu 20 einen Elektrowagen und auch nur als Erstwagen vorstellen. Kein Wunder: Die Preise sind dank der teueren Batterien nicht gerade auf Aldi-Niveau.

Eine aufschlussreiche Studie, die der TÜV hier vorlegt, doch es ging hierbei nicht vorrangig um die Ergebnisse. Die Pressemitteilung verrät den wahren Grund für die Aktion: Der TÜV will sich als Messtechniker und Prüfdienstleister auch für Elektroautos etablieren. Und nicht nur das: Auch in der Elektroauto-Infrastruktur will der TÜV mitspielen, bei Ladesystemen, bei der Energieversorgung und Fahrzeugentwicklung.

Bild: Bizzel, pixelio Quelle:TÜV

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